narrative positionen

Das Schlupfloch in die Ausstellung ist die Arbeit „Monader“.
Fremd und vertraut zugleich wirkt das im Detail ausgearbeitete, weiße Objekt: 
Ein überdimensional vergrößerter Seifenblasenstab. 
Anna Hoffmann ist immer auf Forschungsreise und hält wichtige Entdeckungen in Skizzen fest. 
Daraus entwickeln sich später Arrangements mit poetischer Ausstrahlung. 
Absurde Paarkonstellationen, wie auf den Flaggen zu sehen sind, 
wo sich Krokodil und Zahnrad ineinander verhaken. 
Sie zapft das narrative Reservoir unserer Erzählungen, Mythen uns Fabeln an 
und offenbart die Vieldeutigkeit realer Dinge. 
Eine große Variationsbreite in der Form und eine Lust an Materialexperimenten kennzeichnen ihre Arbeit.
Metamorphosen sind zu Sehen, wie in dem dreiteiligen Objekt „HSPX“. 
Von der äußeren Form einer Sphinx bleibt nach verschiedenen Wandlungen und Häutungen 
ein Brathähnchen als des Pudels Kern übrig. 
Naive Allmachtsfantasien  spiegelt sich wie die Makroperspektive auf das alltägliche Leben 
in den „Pavillons“. Drei Schneekugeln mit Szenerien wie zum Beispiel 
eine Frau wäscheaufhängend in der Waschküche sind mit Glitter umspült. 
Der Schöpferblick durch die Glasglocke?

Karin Thielecke

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